Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat in der EU bereits sieben Millionen Arbeitsplätze gekostet. Die Kosten der Krise werden die Schulden für jeden EU-Bürger um 6.000 Euro erhöhen. Trotzdem machen Banken und Investmentfonds bereits wieder Gewinne und zahlen ihren Managern Boni in Millionenhöhe. In den vergangenen 15 Jahren ist die Anzahl der Finanzaktionen um 450 Prozent angewachsen. Heute - selbst nach der Krise! - ist das globale Finanzsystem 70-mal größer als die Realwirtschaft.
Wir fordern deshalb die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Die Besteuerung des Finanzsektors wäre ein Beitrag zu mehr Gerechtigkeit, da sie ein Beitrag zur Umverteilung wäre. Darüber hinaus würde eine Finanztransaktionssteuer zu den Staatseinnahmen beitragen. Das ist dringend erforderlich, um staatliche Investitionen in Bildung, Forschung und Entwicklung zu finanzieren.
Ethik & Moral in der WirtschaftZu einer mit rund 50 Gästen gut besuchten Podiumsdiskussion zum Thema "Ethik und Moral in der Wirtschaft" hatte das Kompetenznetzwerk Wirtschaft, Arbeit und Finanzen der südhessischen Jusos am 12. Januar 2010 in das Gewerkschaftshaus Frankfurt eingeladen. Mit Prof. Dr. Karl Georg Zinn und PD Dr. Klaus-Jürgen Grün konnten die Jusos hochkarätige Referenten gewinnen, die in einem von Ansgar Dittmar, Vorsitzender der Bundes-Schwusos und Mitglied im SPD Bezirksvorstand, moderierten Streitgespräch kontroverse, aber stets sachlich fundierte Thesen zur Frage der Ethik und Moral in der Wirtschaft vortrugen. Demonstration zum Jahrestag der Lehman-Pleite (2010)Am 15. September 2008 jährte sich der zweite Jahrestag der Pleite der Investitionsbank Lehman Brothers. Die Jusos nahmen den Jahrestag der Lehman-Pleite zum Anlass und riefen zu einer Kundgebung am Mittwoch, den 15. September 2010 auf. Die Kundgebung begann um 16 Uhr auf dem Frankfurter Börsenplatz. Gemeinsam mit Jusos aus Frankfurt und Südhessen sowie Lehman-Geschädigten wurde demonstriert unter dem Motto „Wir zahlen nicht für eure Krise!“. Bei der Kundgebung machten die Jusos ihren Unmut darüber zum Ausdruck , dass keine zwei Jahre nach der Finanz- und Wirtschaftskrise wieder die Champagnerkorken bei den Banken und Hedgefonds knallen, teilweise gestützt durch die öffentliche Hand. |


